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Ereignisse in der Vergangenheit.

07.09.2009 um 14:52 Uhr - Matze
Geschichte des VFB Totalausfall

28.02.2009: Tatort Löhne, Geburtstagsfeier von Lena W.:
Sechs frustrierte junge Herren saßen an einem etwas abseits stehenden Tisch im Wohnzimmer von Familie Weber/Simon und ignorierten die bunten und ausgelassenen Feierlichkeiten der anderen Partygäste. Ihnen war nicht nach Feiern zumute, schließlich sah die Situation alles andere als rosig aus: Arminia Bielefeld hatte gerade sein x-tes Heimspiel der Saison verloren und geriet genauso wie Osnabrück eine Liga tiefer in bedrohliche Nähe zu den Abstiegsrän-gen, der SC Paderborn war dabei seinen einst komfortablen Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsränge zu verspielen und den direkten Wiederaufstieg in die zweite Liga zu verpassen. Es stand also schlecht um den ostwestfälischen Fußball! Von den Löhner Fußballverei-nen war schon lange nichts mehr zu erwarten, das letzte Mal, dass etwas Fußballglamour in Löhne Einzug hielt, war 2001, als eine Stadtauswahl sang-, klang- und torlos in einem Test-spiel gegen Arminia Bielefeld verlor.
Die triste Runde war sich einig: Das Ganze müsse ein Ende haben, der ostwestfälische Fuß-ball und speziell Löhne bräuchten einen neuen Hoffnungsträger und die etablierten Kräfte schienen nicht in der Lage zu sein, diese Rolle selbst einzunehmen! Es war Zeit für einen neuen glanzvollen Verein, zu dem alle Ostwestfalen stolz und mit Ehrfurcht aufsehen könn-ten: Dies war die Geburtsstunde des VFB Totalausfall 09! Quasi aus den Ruinen des rampo-nierten ostwestfälischen Fußballs und wie Phönix aus der Asche auf dem Weg zu Glanz und Gloria auferstanden, auf dem Weg an die Spitze des Weltfußballs!
So weit, so gut. Alles schien auf dem richtigen Weg zu sein, um Fußballdeutschland zu zei-gen, dass wieder etwas heranwächst zwischen den Grenzen von Minden und Paderborn, Os-nabrück und Vlotho!
Um die aufgekommene Euphorie nicht gänzlich zu gefährden, einigten sich die sechs schon reichlich alkoholisierten Herren an diesem Abend drauf, erst mal klein anzufangen und sich in der wilden Liga in Bielefeld anzumelden, immerhin sei ja jeder Anfang schwer und man wol-le das Projekt nicht schon am Anfang durch Misserfolge in den DFB-Ligen gefährden. Jaen, einer der wenigen nüchternen Gäste dieses Abends, erwähnte einige auf den ersten Blick un-lösbare Probleme, die auf sie zukommen würden: Schließlich hätte man weder Trainer noch Spieler, Trikots, Vereinsfarben oder Maskottchen; bevor also der Spielbetrieb aufgenommen werden könne, müsste noch eine Menge Arbeit verrichtet werden. Erschlagen von dieser Nachricht beschlossen sie, dass die Idee einen eigenen Verein zu gründen bis auf weiteres auf Eis gelegt und man stattdessen lieber dem Alkohol frönen würde, das könne man sowieso besser als Fußballspielen oder gar die Gründung eines Vereins!

30.08.09, Tatort RRB Bielefeld, 1. Spieltag der Saison 2009/2010:

Es ist soweit, das Wunder nimmt seinen Lauf! Der Aufstieg des ostwestfälischen Hoffnungs-träger ist nicht mehr zu verhindern und der Weg an die Spitze des unabhängigen Fußballs geebnet. Die schwarz-gelben Spieler betreten stolz und unter dem Jubel ihrer zahlreichen Fans (Anne, Lena) das erste Mal den Platz der Radrennbahn um sich unter den Augen von Spieler-Trainer Matze warm zu machen und auf ihr erstes Match für ihren neuen Verein vorzubereiten. In den Gesichtern aller Spieler erkennt man den unbedingten Willen in diesem sowie den zukünftigen Spielen alles für ihren heiß geliebten Verein zu geben und ohne Erbarmen und Mitleid für den Gegner für den Sieg zu kämpfen. Keiner sollte den VFB aufhalten können und verhindern, dass der Totalausfall schon in absehbarer Zeit die neue Nummer 1 in OWL wird!
Um dieses Ziel zu erreichen, hatte man schließlich in den vergangenen Monaten weitreichen-de und umfassende Erfolgskonzepte in der Geschäftsstelle ausgearbeitet und in intensiver und akribischer Arbeit verwirklicht.
Sponsor: Man konnte mit „Herforder Pils“ ein regionales Unternehmen als Sponsor gewin-nen, das auch über die Grenzen von OWL bekannt für sein gutes Bier ist und darüber hinaus auch ähnliche Vorstellungen wie der VFB von ausgewogener und sportlicher Ernährung hat.
Ausrüster: Kurze Zeit nach Bekanntmachung der Gründung des neuen Vereins meldete sich Nike und unterbreitete dem Totalausfall ein äußerst lukratives Ausrüsterangebot, welches die Verantwortlichen auf keinsten Fall ausschlagen konnten.
Neben einem doppelten Trikotsatz erhielt man zusätzliche Gelder, die zusammen mit den Einnahmen aus dem Sponsorenvertrag mit „Herforder Pils“ komplett in das Leistungszentrum Ulenburg investiert wurden. In naher Zukunft soll dieses allerdings noch weiter ausgebaut und um zusätzliche Trainingsplätze und Tribünen erweitert und somit ein beispielhaftes Leuchtturmprojekt für die Region werden.
Als Vereinsfarben wurden schwarz und gelb ausgewählt. Schwarz steht hierbei für den Nie-dergang des ostwestfälischen Fußballs und die anschließende Depression, die die Gründungs-väter des VFB heimsuchte. Gelb symbolisiert die Strahlkraft des neuen Hoffnungsträgers To-talausfall und die von ihm ausgehende Euphorie, die alle negativen Gedanken übertüncht.

Die äußeren Rahmenbedingungen waren also geschaffen, um sportlichen Erfolg zu gewährleisten, weshalb man sich nun vollständig auf die Kaderplanung konzentrieren konnte. Zwi-schenzeitlich hatte sich herumgesprochen, dass in Löhne ein neuer ostwestfälischer Fußballgigant kreiert wurde, weshalb sich der VFB kaum vor Spielerangeboten retten konnte und sein Glanz die Spieler anzog wie das Licht die Motten. Man setzte nur auf gestandene Fußballer im besten Alter, um auch kurzfristig Erfolge zu erzielen. Gegen nicht bekannte Ablöse-summen wurden die Spieler Huncke und Sieker von ihrem Verein TuS Volmerdingsen losgeist und sehr zum Leidwesen ihres Ex-Vereins zum Totalausfall transferiert. Ebenfalls in aus-sichtsreiche Verhandlungen trat man mit den gefürchteten Schmale-Brüdern, welche in ihrem Heimatverein aus Mennighüffen in den letzten Jahren zu unverzichtbaren Größen gereift waren und zu den wenigen Stars im alten Team zählten. Auch sie sollten tragende Säulen beim VFB werden und waren sich auch schnell über das Arbeitspapier einig, allerdings wollte der VFL Mennighüffen nicht komplett auf seine Flügelzange verzichten und man kam zu dem Kompromiss, dass die Schmalinhos vorläufig primär bei ihrem alten Verein spielen und bis zu ihrem dortigen Vertragsende nur gelegentlich beim Totalausfall aushelfen sollten.

Zurück zur Radrennbahn:
Das Aufwärmprogramm ist beendet, die Spieler ziehen ihre Trainingsjacken aus und lockern nochmals kurz ihre Muskulatur. Es folgt die Taktikbesprechung, in der jeder seine Aufgabe zugewiesen bekommt und nochmals kurz das eigene sowie gegnerische Spielsystem erläutert wird. Anschließend versammelt man sich vor dem eigenen Tor im Kreis und macht sich ein letztes Mal heiß für die kommenden 90 Minuten. Zum ersten Mal ertönt der legendäre Schlachtruf in ohrenbetäubender Lautstärke, inbrünstig und voller Leidenschaft aus den Keh-len der Spieler und Fans über die Radrennbahn gejagt, sodass jeder Zuschauer weiß: Der VFB ist endgültig in der wilden Liga angekommen:
„VFB TOTALAUSFALL – SCHUSS, TOR, ARSCHFICK!“


!FOREVER VFB!